Thriston Lawrence übernimmt die Führung in Crans-Montana
04.09.2026
Thriston Lawrence hat mit einer herausragenden 63 (-7) in der zweiten Runde die alleinige Führung beim Omega European Masters übernommen. Der Titelverteidiger, der den Tag nur einen Schlag hinter der Spitze begonnen hatte, liegt nach 36 Löchern nun zwei Schläge vor seinen Verfolgern bei 13 unter Par.
Der Südafrikaner startete seine Runde am zehnten Tee und bewies zunächst Geduld, ehe er am 13. Loch sein erstes Birdie des Tages erzielte. Anschliessend nahm er deutlich Fahrt auf: Nach einem weiteren Birdie an der 16 folgte eine beeindruckende Serie von sechs Birdies in Folge rund um den Turn, mit der er die Führung übernahm.
Auch eine schwierige Situation am fünften Loch konnte seinen Lauf nicht stoppen. Nachdem seine Annäherung misslungen war und er zunächst versucht hatte, den Ball mit dem Putter aus dem Bunker zu spielen, lochte Lawrence schliesslich seinen vierten Schlag aus dem Sand zum Par ein. Mit einer Serie von Pars beendete er seine Runde ohne Bogey.
«Ich habe das Gefühl, dass ich das ganze Jahr gut gespielt habe, aber ich hatte einige Male Pech und habe vier- oder fünfmal den Cut um nur einen Schlag verpasst. Mental bin ich jetzt in einer besseren Situation. Wenn man Birdies macht und Putts fallen, gewinnt man Selbstvertrauen. Und an einen Ort zurückzukehren, den ich liebe, gibt mir zusätzliches Vertrauen.»
Lawrence, der in Crans-Montana bereits 2022 und 2025 triumphierte, geht damit in einer ausgezeichneten Position ins Wochenende und hat die Chance auf seinen dritten Titel beim Omega European Masters.
Hinter Lawrence spielte Nacho Elvira mit einer herausragenden 62 (-8) die bisher tiefste Runde des Turniers. Der Spanier liegt mit 11 unter Par gemeinsam mit dem Deutschen Jeremy Paul auf dem zweiten Platz.
Nach einem Bogey am zweiten Loch reagierte Elvira eindrucksvoll und spielte auf seinen ersten neun Löchern fünf Birdies. Auf den zweiten neun Löchern kamen vier weitere Birdies hinzu.
Es war seine beste Runde seit dem Made in HimmerLand im Juli 2023.
«Ich bin sehr zufrieden. Ich schlage den Ball vom Tee gut, und das ist hier meiner Meinung nach entscheidend. Das Rough ist in diesem Jahr etwas anspruchsvoller und bestraft Fehler stärker. Ich bin einfach froh, dass ich mir Chancen erarbeite und derzeit sehr gut putte.»
Elvira schätzt den Platz von Crans-sur-Sierre besonders, da dieser seiner Meinung nach Präzision und die Fähigkeit, die Schläge zu variieren, ebenso belohnt wie Länge.
«Ich liebe diesen Ort. Es ist kein Platz, auf dem man unbedingt ein Longhitter sein muss. Man muss die Schläge etwas formen können und bei den Annäherungen sehr präzise sein. Der Platz ist fantastisch.»
Bei seiner ersten Teilnahme am Omega European Masters und erst seinem neunten Turnier auf der DP World Tour zeigte Jeremy Paul ebenfalls eine beeindruckende Aufholjagd.
Nach einer Front Nine von 35 Schlägen mit zwei Birdies und zwei Bogeys drehte der Deutsche auf den zweiten neun Löchern auf. Mit vier Birdies und einem Eagle spielte er den Back Nine sechs Schläge unter Par und kam auf eine 64 (-6).
«Auf den back nine habe ich wirklich gut gespielt und die Putts bei den Chancen, die ich hatte, gelocht. Es war fantastisch, die Runde noch zu drehen und mich von dieser schwierigen Phase nicht aus dem Rhythmus bringen zu lassen.»
Keita Nakajima spielte ebenfalls eine bogeyfreie 63 (-7) und liegt mit 10 unter Par allein auf dem vierten Platz.
Der Japaner, der ebenfalls auf der PGA TOUR spielt, geniesst seine Zeit in der Schweiz:
«Es war ein grossartiger Tag. Ich habe 63 gespielt, Nacho 62 und Sergio 63. Es ist eine Ehre, mit Nacho und auch mit dem Masters-Champion gespielt zu haben.»
Bei neun unter Par teilen sich Rafa Cabrera Bello, Ashun Wu und Paul Casey den fünften Platz.
Cabrera Bello sorgt in dieser Woche zudem für eine ungewöhnliche Geschichte. Da seine eigenen Schläger nicht rechtzeitig in Crans-Montana eingetroffen waren, spielte der Spanier die ersten beiden Runden mit einer Kombination aus Schlägern eines Clubmitglieds und Eisen, die zuvor Adam Scott gehört hatten. Nach der ersten Runde lag er damit sogar auf Platz zwei im Bereich «Strokes Gained: Approach».
Seine eigenen Schläger sind am Freitag schliesslich im Club angekommen – nun steht er vor der Entscheidung, mit welchem Set er am Wochenende weiterspielen wird.
Mit Lawrence bei 13 unter Par, Elvira und Paul bei 11 unter, Nakajima bei 10 unter sowie einer Gruppe von Spielern bei neun unter Par ist der Kampf um den Titel vor dem Wochenende weiterhin völlig offen.
Der Titelverteidiger hat sich jedoch einen wertvollen Vorsprung erarbeitet und kann auf seine grosse Erfahrung und seine hervorragende Kenntnis des Platzes von Crans-sur-Sierre bauen, während er seinen dritten Titel in Crans-Montana anstrebt.





















