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10.09.2017

Zukunftsgolfer Fitzpatrick gewinnt


 

Als jüngster Sieger seit 1986 hat der 23-jährige Engländer Matthew Fitzpatrick das Omega European Masters in Crans-Montana gewonnen. Er setzte sich im Stechen gegen den Australier Scott Hend durch.

Der 44-jährige Hend hatte sich schon vor einem Jahr in einem Stechen geschlagen geben müssen, damals dem Schweden Alexander Noren. Bei seinem neuen Anlauf in einem Playoff vergab er in der zweiten Wiederholung des 18. Lochs eine riesige Chance zum Sieg, als er einen Putt aus rund anderthalb Metern am Loch vorbeischob. Am 3. Loch des Stechens reichte Fitzpatrick schliesslich ein Par zum Sieg, weil Hend ein Schlagverlust (Bogey) unterlief.

Fitzpatrick startete mit einem Rückstand von vier Schlägen auf Leader Hend in die Schlussrunde. Am 6. Loch legte er richtig los. Von dort weg erspielte er sich bis zuletzt sieben Birdies - zweimal drei Birdies am Stück. Nur am 17. Loch musste er noch ein Bogey hinnehmen. Ohne selber schlecht zu spielen, musste sich Hend einholen lassen.

Fitzpatrick ist einer der hoffnungsvollsten Spieler Europas. Nicht nur die drei Siege auf der Europa-Tour, die er 2015 und 2016 schon eingefahren hat, belegen seine Tauglichkeit. In den letzten 13 Monaten kam er an jedem der vier Turniere auf Grand-Slam-Stufe (US Masters, US Open, British Open, US PGA Championship) souverän in die Finalrunden. Zu einem Spitzenplatz wie am US Masters 2016 - er wurde dort Siebter - reichte es ihm nicht, aber mit lauter Klassierungen in den Rängen 32 bis 49 bewies er eine Konstanz, die für einen jungen Spieler erstaunlich ist. Seit 31 Jahren war kein Sieger im Wallis mehr jünger als Fitzpatrick. Damals, 1986, gewann der spätere zweifache US-Masters-Sieger José Maria Olazabal aus Spanien als 20-Jähriger.

Fitzpatrick verpasste 2015 den Sieg in Crans-Montana um einen Schlag. Er musste damals Danny Willett gratulieren, seinem Kumpel aus Sheffield. Vom jetzigen Sieg verspricht er sich viel Selbstvertrauen für die Zukunft. Er will alles daran setzten, dass er wie schon 2016 auch im nächsten Jahr dem europäischen Ryder-Cup-Team angehört. Der Zukunftsgolfer Fitzpatrick, der auch in der Gegenwart auftrumpft, ist ein Sieger mit einem guten Namen, wie ihn sich auch Turnierdirektor Yves Mittaz ab und zu wünscht. Grosse Namen ziehen die Fans an. In diesem Jahr registrierten die Organisatoren einen Rückgang um 2600 auf 48'100 Zuschauer. Der Dauerregen am Samstag wirkte sich aus.
Alex Noren, der in Crans-Montana auch schon 2009 gewonnen hatte, verbesserte sich in der Schlussrunde auf den 6. Platz. Weitere Golfer mit klangvollen Namen wie Lee Westwood, Luke Donald und Miguel Angel Jimenez klassierten sich in den hintersten Rängen unter den 77 Finalisten.

Galliano zurückgefallen

Der Luganese Luca Galliano, der einzige nach dem Freitag im Feld verbliebene Schweizer Profi, fiel mit einer 73er-Schlussrunde in den 74. Rang zurück. Für den 31-Jährigen, der üblicherweise auf unteren Tours spielt, war der Auftritt dennoch ein Erfolg.

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