26.-29.08.2021
oemOmega European Masters
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24.07.2015

Einen Wiesberger hätten wir auch gern


Bernd Wiesberger ist noch keine 30 Jahre alt und gehört doch bereits seit längerem zur Weltspitze. Am diesjährigen Omega European Masters hat er am Donnerstag mit einer 67er-Runde einen guten Start erwischt. Der in Wien geborene Burgenländer hat in seiner noch nicht zehnjährigen Karriere als Profi drei Siege auf der PGA European Tour im Palmares, zuletzt gewann er das Open de France im Golf National in Paris. Als Nummer 24 der Weltrangliste spielt er sämtliche Turniere der hochdotierten World-Golf-Championship-Serie WGC sowie natürlich alle vier Majorturniere. Gerade letzte Woche war er am British Open in St. Andrews im Feld der Finalisten dabei.

Nummer 24 der Welt. Ja, einen solchen Golfer würde sich die Schweiz seit ewig wünschen. Er muss wohl zuerst noch geboren werden. In Österreich dagegen, dem Land, mit dem die Schweiz eine witzige sportliche Rivalität pflegt, ist ein Spieler wie Wiesberger weder ein Zufallsprodukt noch eine Eintagsfliege.

Gleichsam der Pionier und Begründer des Ösi-Wunders war Markus Brier, der heute 46-jährige Wiener. Er siegte 2006 und 2007 je einmal auf der Europa-Tour und qualifizierte sich verschiedene Male für Majorturniere. An dem vom  Iren Padraig Harrington gewonnenen British Open 2007 hielt er Tiger Woods in Schach und glänzte als Zwölfter. Dass Markus Briers erfolgreiche Ära für Österreich nicht einmalig blieb, dafür sorgte der eigene Verband. Er engagierte ausländische Spitzenkräfte als Trainer, so den Schweden Anders Forsbrand, den langjährigen Europa-Tour-Spieler und Sieger des European Masters 1987 in Crans-Montana. Danach haben es nebst Wiesberger noch weitere Österreicher auf die Europa-Tour geschafft, unter ihnen Florian Praegant, Hanspeter Bacher und der durch eine Verletzung zurückgeworfene Martin Wiegele. Demgegenüber hat die Schweiz seit Ende 2004 keinen einzigen Spieler mehr mit regulärem Spielrecht auf dem europäischen Circuit gestellt.

Die Förderung im österreichischen Verband und deren Resultate kann man nur bewundern. Anders Forsbrand und besonders der ebenfalls aus Schweden stammende Fredrik Jendelid brachten in den letzten Jahren sehr viel in die Entwicklung eingebracht. So konnten die Spieler beispielsweise lernen, wie man dem Golf auf professionelle Weise begegnet und wie man mit hoher Qualität richtig trainiert – nicht zu wenig, nicht zu viel. Und von all dem konnten nicht nur die Professionals profitieren, sondern gerade auch die Amateure. So verwundert es nicht, dass im Golfland Austria immer wieder starke junge Amateure nachrücken. Junge Wiesbergers. 

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